Naturforscher unterwegs im Egautal

Bund Naturschutz erforscht mit Wittislinger Kindern die Tiere und Pflanzen an und in der Egau

 

„Suche eine Pflanze, die sich wehren kann! Suche etwas für Vögel nützliches! Suche etwas Geheimnisvolles!“ - mit solchen Suchaufträgen starteten die Wittislinger Jungforscher in die Ferienaktion des Bund Naturschutz.

Mit großem Spaß lösten die neugierigen Entdecker bei herrlichem Wetter in der idyllischen Umgebung rund um Wittislingen ihre Forscheraufträge und fahndeten nach Blättern von Brennnesseln, Zweigen von Wildrosen, Beeren oder Insekten. „Es geht darum, den Kindern Zusammenhänge zu vermitteln und sie für die Natur vor ihrer Haustüre zu begeistern. Sie sollen die kleinen Schätze ihrer Heimat wieder lieben lernen“, erklärt die Biologin und Leiterin dieser Aktion Carolin Stoll. Auf dem Rundweg entlang der Egau lernten die Kinder unterschiedliche Lebensräume kennen und staunten nicht schlecht über brutfürsorgende Spinnenmütter, bunte Zikaden und starke Ameisen. Besonders angetan hatten es den Kindern die sprunggewaltigen Heuschrecken, die in den Egauauen in großer Zahl leben. In Becherlupen wurden diese „Musiker“ der Wiese genau untersucht. Die Kinder entdeckten, dass das Zirpen der Grashüpfer durch das schnelle Reiben der gezähnten Hinterbeine über die Flügel entsteht und dem Anlocken von Weibchen und der Revierabgrenzung dient. Spielerisch versuchten sich die jungen Naturforscher in der „Heuschreckensprache“ zu verständigen. Nach einer kleinen Brotzeit wurde dann die Tierwelt in der Egau erforscht. Neben dem Fund der seltenen, streng geschützten Steinkrebsen war sicherlich das Baden im klaren, schnell strömenden Wasser der Egau ein Höhepunkt der Veranstaltung.