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Die Kosten für die Hardware des Livestreams und die laufenden Übertragunskosten trägt die Kreisgruppe Dillingen. Über finanzielle Unterstützung für dieses Projekt freuen wir uns riesig.

Spenden an: Sparkasse Dillingen-Nördlingen IBAN DE11 7225 1520 0000 0188 30 Kennwort "EULEN"

"Was ist los bei den Eulen"

Tagebuch Herr und Frau Eule

Jetzt haben wir 3 geschlüpfte Babys

Frau Eule hat mit ihren Kleinen das "Nest" verlassen. Sie hält sich oft ausserhalb des Blickes der Kamera auf.

Den Eulen macht die Hitze sehr zu schaffen. Sie hecheln um sich abzukühlen.

Schleiereulenprojekt der Kreisgruppe Dillingen

Schleiereulen, die Jäger der Nacht teilen seit je her den Lebensraum der Menschen und haben diesem über Jahrtausende Nutzen gebracht.

 

 

Die Schleiereule unterscheidet sich durch ihren herzförmigen, weißen Gesichtsschleier von allen anderen Eulen. Sie ist ein klassischer Kulturfolger und auf die Ko-Existenz mit dem Menschen angewiesen. Auf lautlosen Schwingen ist sie nachts auf Mäusejagd. Nur wo sie genügend Beutetiere findet und geeignete Brutplätze vorhanden sind, lässt sie sich nieder. Schleiereulen sind sehr wählerisch bei der Suche nach einem geeigneten Brutquartier, sie bevorzugen exponierte Gebäude wie Scheunen, Ruinen oder Kirchtürme. Passt dann auch noch das Umfeld zur Jagd, wie Streuobstwiesen und/oder Feld- und Wegraine, steht einer Ansiedlung nichts mehr im Wege. An geeigneten Brutplätzen scheitert es oft,da Zugänge abgedichtet werden und neue Gebäude keine haben.

 


Schleiereulenschutz

Seinen Anfang nahm dieses Projekt vor einigen Jahrzehnten. Georg Stoll aus Wittislingen beobachtete, dass die Schleiereulen ihren Lebensraum immer weiter verlieren. Früher fanden die Tiere Nistmöglichkeiten in Ruinen, Kirchtürmen und Scheunen. Vor allem in letzteren waren sie gern gesehene Gäste, da sie die Mäuse jagen und somit reduzieren. So engagierte sich der Wittislinger und begann Schleiereulenkästen zu bauen und gemeinsam mit den Landwirten in landwirtschaftlichen Gebäuden anzubringen. Von 1990 bis zum Jahr 2021 wurden von ihm viele Nistkästen im Landkreis Dillingen und über die Grenze hinaus angebracht. Andere Personen ließen sich von ihm inspirieren und bis 2021 konnte Georg Stoll insgesamt 366 Schleiereulenkästen registrieren.

2021 hat Herr Stoll, der inzwischen aus Altersgründen die Wartung der Nistkästen in schwindelerregender Höhe nicht mehr machen kann, Unterstützung durch den neu gegründeten Arbeitskreis Eulenschutz unserer BN Kreisgruppe bekommen.  Heike Hoedt, aus Aislingen lernte Herr Stoll kennen, als sie auf der Suche nach lokalem Wissen zur Ansiedelung von Eulen und Käuzen war. Beeindruckt von Herr Stolls jahrzehntelangem Engagement und seinem enormen Wissen, wurde es ihr ein Anliegen dieses Werk fortzuführen. Mit der Gründung des Arbeitskreis Eulenschutz im Frühjahr 2021 mit fast 30 engagierten Naturschützern aus dem Landkreis stehen die Chancen dafür sehr gut. Lust mitzumachen? Nimm Kontakt mit uns auf, indem du das Kontaktformular nutzt.

Besonders der katastrophale Schwund von Nistmöglichkeiten macht ihnen zu schaffen. Waren früher in Scheunen im Giebel Löcher für Schleiereulen vorgesehen, damit die gern gesehen Vögel im Dunkel der Scheune in luftiger Höhe nisten konnten, so wird heute alles „dicht“ gebaut und weder Eule noch Fledermaus findet Unterschlupf. Ebenso ergeht es den Käuzen, kleinen Eulen, die in Baumhöhlen nisten. Alte Obstbäume werden gefällt, da der Wert der über Jahrzehnte herausgefaulten Ast-Stumpfen als Bruthöhlen der Käuze nicht erkannt wird. Auch im Wald werden kaum Bäume toleriert, die „einen Schaden“ haben.
Aber es gibt immer wieder Menschen, die mit Nistkästen und dem Erhalt von Lebensräumen (z.B. Streuobstwiesen, nat. Waldränder, Gartenanlagen und Naturwald) bewusst die auch für Eulen und Käuze so wichtigen Ökosysteme stützen und fördern.

typische Einfluglöcher für Schleiereulen

Bauhöhlen für Käuze, Eulen, Spechte, Kleiber, etc.

  • Auf Grund des Handlungsbedarfs ist das erste Projekt des Arbeitskreis, der Schleiereule gewidmet. Die Aktivität ist langfristig angelegt, da die bereits existierenden über 300 Nistkästen die Grundlage bilden. Bestandsaufnahme (Herbst 2021):
    • Sichtung der Datenblätter zu den Schleiereulekästen - löschen bei nicht mehr existierenden Kästen oder Gebäuden
    • Fortbildung der Aktiven des AK Eulenschutz.
      Es konnten bis Nov.2021 bereits 4 interne Schulungen abgehalten werden
    • Ansprache der SchleiereulekastenbesitzerInnen über Ortspatenschaften und postalisch
    • Erfassung der Kästen, ihres Zustands und der Nutzung durch verschiedene Vogelarten
    • Informationen für die SchleiereulenkastenbesitzerInnen zu Aspekten wie
      • Bauliche Änderungen und ihr Einfluss auf die Annahme der Kästen durch Eulen und Falken
      • Optimale Anbringungsorte der Kästen
      • Marderschutz
      • Wichtigste Punkte für die Wartung der Kästen, um den Tieren nicht zu schaden
      • Möglichkeiten der Unterstützung durch den AK Eulenschutz
  • Auswertung der Erfassungsdaten (Winter 2021/ 2022)
  • Priorisierung der Wartungsaktivitäten
  • Durchführung von Wartungen (Anfang 2022)
  • Bau und Anbringung neuer Schleiereulenkästen
  • Erstellen und Publizieren einer verbesserten Bauanleitung
  • Öffentlichkeitsarbeit (Regional-Messe, Presse, Aktivitäten)
     

Das Grundmaß eines Schleiereulenkastens beträgt ca. 120 cm x 80 cm x 70 cm (Breite x Tiefe x Höhe). Als Material eignen sich am besten ungehobelte (sägerauhe) Fichten- oder Tannenholzbretter ca. 2,5 cm dick. Auf Holzschutzmittel unbedingt bitte verzichten. Verwenden Sie zum Zusammenbau Schrauben statt Nägel, das erhöht die Lebensdauer und Stabilität.

Bauanleitung Schleiereulenkasten vom NABU

Eine eigene verbesserte Bauanleitung ist in Arbeit.

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