Amphibien gehen auf Wanderschaft, BN-Kreisgruppe Dillingen hilft Fröschen und Kröten auf dem Weg zu ihren Laichgebieten
Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden sind die Amphibien unterwegs und laufen Gefahr, massenhaft überfahren zu werden. In diesen Wochen sind wieder Ehrenamtliche des BN an Straßenrändern unterwegs und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Bis Mitte April muss man mit wandernden Amphibien oder mit Menschen, die zu deren Schutz unterwegs sind, rechnen.
Die BN-Kreisgruppe betreut im Landkreis Dillingen folgende Strecken:
- in der Heidenau (zwischen Pfaffenhofen/Zusam und Donaumünster)
- an der Gemeindeverbindungsstraße Prettelshofen Richtung Wertingen,
- zwei Streckenabschnitte zwischen Eppisburg und Binswangen.
- ein Streckenabschnitt zwischen Weisingen und der Abzweigung nach Glött
Etwa 40 ehrenamtliche Helfer*innen betreuen über acht bis zehn Wochen lang die Übergänge. In den letzten Jahren konnten auf diese Weise tausende Erdkröten und andere Amphibienarten vor dem Tod auf den Straßen bewahrt werden, wobei die Zahl leider sehr rückläufig ist.
Dort, wo sichere Durchgänge fehlen, werden Schutzzäune an Straßen aufgebaut. Kröten, Frösche und Molche wandern am Zaun entlang und fallen dann in die Fangeimer, die in regelmäßigen Abständen ebenerdig im Boden versenkt sind. Die Amphibienretter leeren oft mehrmals täglich die Eimer, notieren die gefundenen Tiere, und tragen die Lurche anschließend über die Straße. Dadurch können die Daten gut mit denen der Vorjahre verglichen werden.
Amphibien gehören zu den weltweit am stärksten gefährdeten Wirbeltieren. Sie sind bedeutend für viele Ökosystemfunktionen. „Kaulquappen sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele andere Tiere wie Molche, Libellen- und Schwimmkäferlarven. Erwachsene Lurche verspeisen sehr viele Insekten und sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette für Vögel, Reptilien und Säugetiere“, so der BN-Amphibienexperte Andreas Zahn.
Der BN ersucht alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. „Jeder sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und sein Fahrtempo freiwillig auf Straßen reduzieren, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen. Nicht nur wegen der Lurche, sondern auch für die Helfer*innen, die am Straßenrand Tiere einsammeln“, bittet Thomas Hefele, stellv. Vorsitzender der Kreisgruppe Dillingen.
Wollen Sie mithelfen? Wir freuen uns über jede/n die/der diese Aktion unterstützt.
Bitte melden Sie sich per Mail unter dillingen@bund-naturschutz.de
Sie erreichen uns auch telefonisch, immer donnerstags von 9.00 – 13.00 Uhr
unter 09075/9609791 oder Sie sprechen uns auf`s Band – gerne rufen wir Sie dann zurück.