Mit dem Kindergarten zu einer Exkursion

 

Vom Korn zum Brot

 

ein Blick in die Vergangenheit für den Kindergarten Hausen- Donaualtheim

 

Bereits die Busfahrt von Hausen zum Bächinger „mooseum“ war für die meisten Kinder ein Erlebnis. Wilhelm Rochau mit seinem Team und Heinz Gundelfinger vom „Bund Naturschutz“ hatten ein abwechslungsreiches Programm zum Lebensraum Auwald, Ried und Niedermoor sowie über die Landwirtschaft in früherer Zeit erarbeitet.

 

„Waren das einmal echte Tiere?“ wollte ein Kind, vor der Glasscheibe der wunderbar gestalteten Dioramen stehend, gleich zu Anfang wissen. „Ja, alles hat mal gelebt und hier im mooseum wird die Vergangenheit für uns bewahrt“ antwortet Gundelfinger. Eulen, Enten und Störche kannten fast alle Kinder. Eisvogel, Sperber und Kraniche waren jedoch unbekannte, ja fast exotische Tiere. Und eine Biberburg mit zwei Jungen hatte noch niemand gesehen, das gibt’s nur im mooseum.

 

Bei Wilhelm Rochau konnte eine zweite Gruppe selbst Hand anlegen: Dreschen mit dem Dreschflegel auf einer kleinen Tenne war der Anfang. Eifrig gaben die Kinder den Takt für die vier „Schlegler“ vor:1,2,3,4 - 1,2,3,4…Mit der „Windmaschine“ Spreu vom Weizen trennen und mit Malsteinen und Handantrieb die Körner zu Mehl verarbeiten, das verschaffte einen kleinen Eindruck von der Arbeitswelt der Urgroßväter. "So viel Arbeit - müssen die das alles selber machen, ganz ohne Maschinen?" war am Schluß die besorgte Frage eines Mädchens.

 

In der Bauernküche von 1900 konnte anschließend bei Sylvia Klug mit Salzteig gebastelt werden. Mit Feuereifer wurden von den Kindern Eulengesichter geformt und mit Sonnenblumen- und Maiskörnern verziert. Im Backofen gebrannt, schnell war für jedes Kind eine individuelle Erinnerung an einen schönen, interessanten Ausflug hergestellt.

 

 

Dreschen, aussieben, mahlen- das war ein langwieriges, staubiges Geschäft.